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http://www.worldenergyoutlook.org/

Stand: März 2016

Wirtschaft baut Energiemanagementkompetenz aus

40 neue diplomierte „europäische Energiemanager“ – Projekte aller österreichischen Energiemanager senkt CO2-Emissionen um 300.000t und 806.000 Megawattstunden pro Jahr

Die Wirtschaft rüstet sich für die neuen Herausforderungen, die durch die Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Union und das Energieeffizienzgesetz auf sie zukommen. „Die Antwort der Wirtschaft kann nur sein, in allen größeren Betrieben ein modernes Energiemanagement einzuführen. Wer sich auskennt, wird aus dem Energiesparen Gewinn ziehen. Wer zuwartet, wird unnötig hohe Kosten auf sich nehmen müssen“, sagte Stephan Schwarzer, Leiter der umwelt- und energiepolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) anlässlich des erfolgreiches Abschlusses zweier weiterer Energiemanagerkurse nach europäischem Standard (EUREM) in Graz und in Wien.

Die vierzig frischgebackenen Energiemanager, die das begehrte EUREM-Diplom empfingen, erzielen mit ihren Projekten Energieeinsparungen im Ausmaß von 16.500 Megawattstunden pro Jahr. Die CO2-Emissionen verringern sich jährlich um 3.200 Tonnen. Die Amortisationsdauern sind so günstig, dass voraussichtlich 75% der im Lehrgang ausgearbeiteten Projekte innerhalb einiger Monate realisiert werden. Immer wieder sind ergiebige industrielle Projekten dabei, die sich innerhalb einer Zeitspanne von ein bis zwei Jahren rechnen. Die Einsparerfolge aller EUREM-Projekte von 2004 bis heute summieren sich nunmehr bereits auf 806.000 Megawattstunden und 302.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Insgesamt gibt es nunmehr in Österreich 382 „europäische Energiemanager“.

„Die Wirtschaftlichkeit ist der Motor des Energiesparens – die Absolventen sind ausreichend qualifiziert, um jenes Maßnahmenbündel zusammenzustellen, das die besten Kosten-Nutzen-Relationen gewährleistet“, lobte Schwarzer die Qualität der Projektarbeiten. Ein starker Trend geht derzeit in Richtung Austausch konventioneller Beleuchtungen durch LED-Systeme, die sich vor allem beim Dauereinsatz schon heute ausreichend schnell amortisieren (< 5 Jahre). Klassiker sind nach wie vor die Optimierung der Druckluftsysteme und die Nutzung von Abwärme, die in Produktionsprozessen oder in Kühlsystemen anfällt. „Beim Energiesparen und bei den CO2-Emissionsreduktionen gibt es keinen wirtschaftlicheren Weg als die Verstärkung der betrieblichen Energiemanagementkompetenz. Diese Erfahrung haben die zwei jüngsten Lehrgänge wieder bestätigt“, so Schwarzer abschließend. Wer jetzt einsteigen möchte, hat dazu Gelegenheit: Die nächsten Lehrgänge laufen heuer im Oktober sowie nächstes Jahr im Jänner und im April an drei verschiedenen Standorten an.

EUREM Wirtschaftskammer Österreich WKÖ, Wien
EUREM – WIFI Steiermark, Graz
EUREM Vorarlberg, Lochau

Auskünfte und Informationen:
Univ.Doz.Dr.Mag. Stephan Schwarzer
Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Telefon:+43 (0)5 90 900 4195
Fax:+43 (0)5 90 900 269
E-Mail:stephan.schwarzer@wko.at


Motor der Energieeffizienz: Projekte der EUREM-Energiemanager sparen 1 Milliarde kWh Strom

Bereits 643 Fachkräfte in Österreich mit EUREM-Ausbildung – im jüngsten Lehrgang erarbeitete Projekte lösen Investitionen von über 6 Mio. Euro aus

In vielen kleinen und großen Schritten verbessern österreichische Unternehmen laufend ihre Energieeffizienz. Als kraftvoller Motor dafür erweisen sich immer mehr die Ausbildungen zum Europäischen Energiemanager (EUREM). Dieser Tage wurde das begehrte Zertifikat in Vorarlberg an 24 und in Wien an 30 frisch gebackene Europäische Energiemanager verliehen. „Damit sind weltweit bereits mehr als 4.500 Europäische Energiemanager in 26 Staaten tätig – 643 davon in Österreich. Das sichert uns einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Nationen. Jeder Energiemanager ist ein Garant für effizienten Umgang mit Energie in Unternehmen und leistet so einen wertvollen Beitrag zur kosteneffizienten Annäherung an die europäischen Klima- und Energieziele“, betont Stephan Schwarzer, Leiter der umweltpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, die die EUREM-Ausbildung in Österreich unterstützt. 

Praxistaugliche Lehrgangs-Projekte sparen Energiekosten

Die hohe Umsetzungsrate der Projekte (im Bereich von 80 bis 85%) beweist die Praxistauglichkeit des Lehrgangs eindrucksvoll. Industrielle Projekte, die die Fertigungsprozesse modernisieren, rechnen sich häufig innerhalb zwei Jahren, nicht wenige verdienen den Investitionsaufwand durch eingesparte Energiekosten sogar innerhalb von 12 Monaten zurück. 

Wie vielfältig die Lösungen der EUREM-Energiemanager sind, zeigen die im Kurs ausgearbeiteten Projekte - hier einige Beispiele aus der Praxis:

  • Einsatz modernster Pumpen und Ventilatoren

  • Vermeidung von Anfahr- und Abfahrverlusten durch Umstellung auf kontinuierlichen Dreischichtbetrieb

  • Optimierung der Fahrpläne energieverbrauchender Einrichtungen

  • Bereitstellung kostbarer Regelenergie in Österreich durch Industriebetriebe

  • Wärmerückgewinnung aus der Trocknerabluft einer Produktionsanlage

  • LED-Beleuchtung und tageslichtabhängige Lichtregelung einer Produktionshalle

Die im jüngsten EUREM-Lehrgang erarbeiteten Projekte lösen Investitionen von mehr als 6 Mio. Euro aus, denen in Summe jährliche Energiekostenersparnisse von rund 2,8 Mio. Euro gegenüberstehen. Rund 58.000.000 Kilowattstunden Energie werden dadurch eingespart. Zum Vergleich: Das ist etwa so viel wie der Jahresstromverbrauch der Stadtgemeinde Perg in OÖ mit rund 8.300 Einwohnern! Der Wert der Energieeinsparungen über alle bisherigen 28 EUREM-Lehrgänge und Energieträger in ganz Österreich hat die Schallmauer von einer Milliarde Kilowattstunden durchbrochen.  

EUREM-Energiemanager ebnen Wege für kosteneffizienteste Gesetz-Bewältigung

Aufgrund des Energieeffizienzgesetzes müssen die Energieversorger seit 1.1.2015 Einsparziele erfüllen und benötigen dazu Einsparmaßnahmen der Betriebe. Schwarzer: „Unsere betrieblichen Energiemanager heben mit ihren tollen Lösungen gleich in zweifacher Hinsicht Schätze: Zum einen sparen ihre Betriebe bei ihren eigenen Energiekosten eine Menge Geld - das schont die Umwelt. Zum anderen können sie die Einspareffekte nach dem neuen Energieeffizienzgesetz an Energieversorger verkaufen, damit diese ihre Einsparverpflichtungen kostengünstiger als durch Ausgleichszahlungen erfüllen können. Große Betriebe können die Vorgabe des Gesetzes, ihre Prozesse zu auditieren, mit internen Energiemanagern am besten erfüllen.“ 

Seit mittlerweile zwölf Jahren betreibt die WKÖ Kurse für fortgeschrittenes Energiemanagement. Die Nachfrage ist höher denn je. Mit 46 Energieexperten sind gerade die neuen Lehrgänge in Graz und Wien im Jänner 2016 gestartet. Mit den hier erworbenen Kompetenzen können diese Fachkräfte im betrieblichen Alltag Projekte entwickeln und realisieren, die mehr Geld einsparen als sie kosten. (PWK034/PM)


Rückfragen:

Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Mag. Cristina Kramer
Tel: +43 5 90 900 4222
Mail: cristina.kramer@wko.at

Stand: März 2016

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